Vom Samen zum Räbeliechtli (Teil 3) Herausforderungen

Assel aufgerollt am Boden

Willkommen zurück auf dem Balkon!

Diese Woche hielt eine kleine Herausforderung bereit, die mich zunächst in Panik versetzte. Solche Momente zeigen, dass Natur nicht immer linear verläuft und Probleme kreative Lösungen erfordern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Herausforderung: Asseln knabberten an den jungen Blättern.
  • Lösung: Asseln umsiedeln und Blätter mit Saschlikspiessen stützen. Die Pflanze erholte sich innert weniger Tagen.
  • Wachstumszeichen: Ein erster lila Farbton am Stängelansatz kündigt die spätere Räbenfarbe an.

Woche 9: Der Assel-Alarm und die Rettung

Eines Morgens hingen die Blätter einer Räbenpflanze schlaff herunter und wiesen viele Löcher auf. Übeltäter waren kleine Asseln, die eifrig knabberten. Mein erster Impuls war Panik. Ich dachte: Ist das Projekt gefährdet?

Die Recherche brachte Entwarnung: Asseln sind eigentlich nützliche Tiere, die tote Pflanzenreste fressen. Ich hatte die Pflanze am Tag vorher vom Hochbeet in einen grossen Topf umgepflanzt, damit jede Pflanze ausreichend Platz bekommt. Die Blätter waren nach dem Umtopfen noch geschwächt und lagen auf der Erde auf. In diesem Fall griffen sie die jungen Blätter an.

Das Bild ist leider etwas unscharf. Aber hier ist eine der Asseln, die sich aufgerollt hat.

Meine Massnahmen:

  • Asseln Umsiedeln: Ich habe die Asseln vorsichtig entfernt und in ein nahegelegenes Gebüsch gebracht.
  • Blätter Stützen: Gekreuzte Saschlikspiesse in die Erde gesteckt und die Blätter darauf gelegt, damit sie nicht mehr auf der Erde aufliegen.

Das Resultat: Nur wenige Tage später richten sich die Blätter wieder kräftig auf. Die Pflanze hat sich erholt!

Ein erster Farbtupfer

Ermutigend ist auch dies: Am unteren Ende des Blattgrüns ist ein leichter lila Farbton erkennbar. Ein erstes Zeichen, dass sich die charakteristische violette Schale der „Zürcher Stoppelrübe“ entwickelt. Ich bin gespannt, ob sich die Rübe über oder unter der Erde entwickelt. Oder etwas dazwischen?

Fazit

Gärtnern ist ein dynamischer Prozess. Rückschläge gehören dazu und sind oft mit einfachen Mitteln zu beheben. Die erste lila Färbung macht zuversichtlich für wunderschöne Räbeliechtli im November.


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